Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette ist eine ca. 800 qkm große, traumhaft schöne Landschaft am Niederrhein. 

 

Die Bezeichnung deutsch-niederländische Wald- und Seenplatte wird dieser einzigartigen und so abwechslungsreichen Naturvielfalt nun wirklich nicht gerecht.  

Natürlich findet man die für den Niederrhein typischen Alleen und Wege mit schnurgeraden Pappelreihen. Aber auch knorrige Weiden säumen Flüsse und Bäche. Eichen-, Buchen-, Birken- undErlenwälder, seit Jahren naturbelassen wild, verbreiten inzwischen über weite Strecken Urwaldcharakter, der sich natürlich verstärkt, je mehr sich die Wälder den Flüssen, Bächen, Seen und Feuchtgebieten nähern und zu Bruchwäldern werden.

 

Und überhaupt Wasser: auch Wasser findet man hier in jeder denkbaren Form. Neben den namensgebenden Flüssen Maas, Schwalm und Nette gibt es hier sicherlich hunderte von kleinen Bächen und Rinnsalen, die wie aus dem Nichts entstehen und eine Weile durch die Landschaft sprudeln, ehe sie sich wieder ineinander verlieren oder einen der unzähligen Teiche und Seen bilden.  

 

Einige dieser Seen sind jedoch auch aus Niedermooren und Sümpfen durch Torfabbau in früheren Jahrhunderten entstanden. Dies erkennt man sofort und ganz eindeutig an Flora und Fauna, wenn man diese Teile des Naturparks durchstreift. Die Namenszusätze  „-bruch" und  „-venn" dieser Gebiete verweisen zusätzlich darauf. Neben Schilf,  Wiesen- und Sumpfgräsern in und bei den Moorseen wechselt die Landschaft in der Umgebung zu Wacholderheiden und Kiefernwäldern.

 

In der Tierwelt gibt es hier sogar noch Kreuzottern und einige andere Schlangenarten. Prinzipiell ist die Artenvielfalt, die im Naturpark Maas-Schwalm-Nette beheimatet ist, enorm und hier nicht wirklich aufzählbar. Graureiher, Haubentaucher, Rallen, Rohrsänger und der Eisvogel sollen stellvertretend benannt werden - und vielleicht noch der Biber, dessen fleißige Arbeit an Bäumen rechts und links der Schwalm bewundert werden kann. 

 

Zum Schluss müssen und sollen auf jeden Fall noch die vielen Mühlen im Naturpark erwähnt werden. In mehr als 70 Wasser- und Windmühlen wurde in früheren Zeiten an Schwalm, Nette, Niers und Rur Getreide gemahlen oder Öl gepresst. Das Klappern der Wasserräder in den plätschernden Flüssen wird heute von den Besuchern als ein ganz besonderes Highlight empfunden - zumal sich in einigen der noch erhaltenen Mühlen heute Restaurants und Cafés befinden, in denen man sich mit lokalen Spezialitäten verwöhnen lassen kann.